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20. - 23. Oktober 2026
Deutsche Messe, Hannover

Smarte und nachhaltige Produktion: Hier formt sich die Blechbearbeitung von morgen

Die Blechbearbeitungsbranche befindet sich in einer Phase strategischen Wandels. Effizienz, Resilienz und verantwortungsvolle Produktion – was gestern noch langfristiges Ziel war, ist heute operative Notwendigkeit. Smarte Fertigung und nachhaltige Produktion stehen längst im Mittelpunkt jeder Wettbewerbsstrategie. Sie prägen Investitionsentscheidungen, Lieferantenbeziehungen und die strategische Ausrichtung von Produktionsstandorten weltweit.

Hinter dieser Entwicklung stehen die aktuellen Herausforderungen der Branche: steigende Material- und Energiekosten, wachsende Umweltanforderungen, immer komplexere Lieferketten und zunehmender Fachkräftemangel. Im Vorfeld der EuroBLECH 2026 richten viele Hersteller den Fokus auf digitale Prozesse mit hoher Ressourceneffizienz als Hebel für mehr Leistung und langfristige Stabilität.

Warum smarte und nachhaltige Produktion jetzt Fahrt aufnimmt

Mehrere Faktoren treiben den Wandel entlang der gesamten Fertigungskette voran:

  • Regulatorische Anforderungen und Kundenerwartungen: Strengere Umweltstandards und die Forderung nach transparenten Lieferketten, insbesondere aus der Automobil- und Konsumgüterbranche, machen nachweisbare Nachhaltigkeit zur Auftragsbedingung.
  • Schwankende Energiepreise und Kosten: Bei energieintensiven Prozessen schlagen Preisschwankungen direkt auf die Marge durch. Smartes Monitoring und effizientere Maschinen ermöglichen bessere Kostenkontrolle und Planungssicherheit.
  • Resiliente Lieferketten: Jüngste Krisen haben gezeigt, wie wichtig effiziente Materialflüsse sind. Integrierte digitale Prozesse und lokale Produktionsstrategien sorgen für höhere Verfügbarkeit, reduzieren Risiken und verbessern die Ressourcennutzung.
  • Fachkräftesituation: Qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten bleibt eine Herausforderung. Digitale Workflows, sicherheitsoptimierte Automatisierung und moderne Arbeitsumgebungen helfen, Fachkompetenz gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten Mehrwert schafft.

Smarte Fertigung in der Blechbearbeitung auf dem Vormarsch

„Smart" steht längst nicht mehr für eine vage Digitalisierungsvision, sondern für praktische, datengestützte Strategien, mit denen Hersteller konkrete Herausforderungen im Betrieb bewältigen.

Quer durch die Branche sorgen diese Strategien für effizienteren Ressourceneinsatz, stabilere Prozesse und fundierte Entscheidungsfindung. Dahinter stehen Schlüsseltechnologien wie:

  • IIoT und Datenintegration: Sensoren erfassen Leistung, Energieverbrauch und Maschinenzustand in Echtzeit. Integriert in MES- und ERP-Systeme schaffen sie lückenlose Transparenz auf dem Shopfloor.
  • KI-gestützte Prozessoptimierung: Mit prädiktiven Modellen lassen sich Schnittparameter optimieren, Wartungsbedürfnisse frühzeitig erkennen und Prozesse dynamisch anpassen – für weniger Energieverbrauch bei gleichbleibender Qualität.
  • Digitale Zwillinge: Mit virtuellen Abbildern von Anlagen und Prozessen können Konfigurationen getestet, Produktionsszenarien simuliert und Mitarbeiter geschult werden – bei laufendem Betrieb.
  • Moderne CAM- und Nesting-Software: Algorithmen zur Optimierung der Materialnutzung sorgen für messbare Einsparungen durch weniger Verschnitt und effizienteren Blecheinsatz.
  • Robotik und Automatisierung: Automatisierte Handlingsysteme, AMRs und flexible Roboterzellen gewährleisten kontinuierlichen Betrieb, mehr Sicherheit und höheren Durchsatz – besonders bei hoher Teilevielfalt.
  • Edge Computing: Datenverarbeitung in Echtzeit direkt an der Maschine erhöht die Reaktionsfähigkeit und reduziert die Abhängigkeit von zentralen Systemen – besonders wichtig bei hohen Präzisionsanforderungen.
  • KI-gestützte prädiktive Analytik: Produktionsengpässe, Materialknappheit oder ineffizienter Energieeinsatz lassen sich frühzeitig erkennen – so können Hersteller proaktiv handeln, bevor Probleme entstehen.
  • Kollaborative Robotik und moderne Bildverarbeitung: Cobots und KI-gestützte Inspektion ermöglichen mehr Konsistenz, reduzieren Nachbesserungen und geben Teams Raum, sich auf technisch anspruchsvolle, wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren.


Nachhaltigkeit als praktischer Effizienztreiber

Nachhaltigkeit zahlt sich zunehmend auch wirtschaftlich aus. Steigende Rohstoffkosten, schwankende Energiepreise und knappe Ressourcen machen Abfallvermeidung, Ertragsoptimierung und Verbrauchskontrolle zu operativen Notwendigkeiten.

Nicht immer braucht es große Investitionen – oft erzielen schrittweise, datenbasierte Anpassungen die größte Wirkung.

  • Optimale Materialausnutzung und Verschnittmanagement Die Materialausbeute bleibt ein zentraler Hebel für Kostensenkung und Nachhaltigkeit. Moderne Nesting-Software steigert die Blechausnutzung, während strukturierte Verschnitttrennung und Kreislaufrecycling Produktionsabfälle wieder in Wertstoffe verwandeln. Initiativen wie das SATURNIN-Projekt von Škoda Auto zeigen, wie sich große Verschnittstücke für eine zirkuläre Fertigung wiederverwerten lassen.
  • Energieeffiziente Maschinentechnik Moderne Faserlaser, servoelektrische Abkantpressen und optimierte Hydrauliksysteme senken den Energieverbrauch deutlich. Selbst ohne kompletten Maschinentausch zeigt das Monitoring des Energieverbrauchs pro Teil, wo Optimierungen am meisten bringen. Die EMZ-3612MII von Amada macht es vor: Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit gehen heute Hand in Hand.
  • Erneuerbare Energien und Wärmerückgewinnung Viele Hersteller setzen auf eigene Solaranlagen, Wärmerückgewinnung und Ökostromverträge als Teil ihrer breiteren Energiestrategie. Das sichert langfristig stabile Kosten und Fortschritte in Richtung Klimaneutralität.
  • Optimierte Druckluftversorgung Druckluft ist oft ein unterschätzter Kostentreiber. Leckageerkennung und moderne drehzahlgeregelte Kompressoren können die Energiekosten um mehr als die Hälfte senken, gerade beim Laserschneiden. Das Prinzip gilt branchenübergreifend: ob beim Stanzen von Leichtbau-Aluminium in der Automobilindustrie, bei Hochleistungslegierungen in der Luftfahrt oder bei der Produktion von komponentenreicher Klimatechnik – überall zahlen sich bessere Materialnutzung und Energiemanagement aus.

Die EuroBLECH als Wegbereiter des Wandels

Die EuroBLECH ist und bleibt die umfassendste Plattform, um smarte und nachhaltige Fertigung in der Praxis zu erleben.

Aussteller finden hier eine zentrale Bühne, um neue Technologien vorzustellen, mit Entscheidern über praktische Anwendungen zu sprechen und ihre Lösungen im Kontext aktueller Branchenentwicklungen zu positionieren.

Besucher erhalten einzigartigen und kompakten Zugang zu Technologien, Integrationsmöglichkeiten und betrieblichen Ansätzen, die die Blechbearbeitung von morgen prägen. Interaktive Produktpräsentationen, Expertenseminare und Live-Demos schaffen eine optimale Basis für fundierte Investitionsentscheidungen.

Smarte Fertigung und Nachhaltigkeit sind auf der EuroBLECH keine Randthemen – sie durchziehen die gesamte Messe: von speziellen Foren und Networking-Möglichkeiten bis hin zu Technologie-Präsentationen. Dieses besondere Umfeld ermöglicht Fachleuten, Strategien zu vergleichen, eigene Annahmen zu hinterfragen und die richtigen Lösungen für ihre langfristigen Ziele zu identifizieren.

Machen Sie Ihren Betrieb resilienter, effizienter und nachhaltiger

Die EuroBLECH bietet Ihnen genau die Einblicke, Kontakte und technische Tiefe, um den Wandel der Branche erfolgreich zu navigieren. Jetzt Interesse anmelden und dabei sein.




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